Spielbericht: SVWW - Hallescher FC

Wehen Wiesbaden - Hallescher FC 3:0 (0:0)

Super-Samstag für den SVWW! Dank einer beeindruckenden Mannschaftsleistung zerlegte der SV Wehen Wiesbaden beim souveränen 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Halleschen FC die beste Auswärtself der 3. Liga und fügte den Gästen die erste Niederlage seit Ende Februar zu. Ein Doppelpack von José Pierre Vunguidica (49./78.) und ein Eigentor von Marcel Franke (66.) besiegelten den 14. Saisonsieg der Rot-Schwarzen, die sich vor dem Hessenpokal-Halbfinale bei Hessen Kassel (MI, 29.04., 19.00 Uhr) in fantastischer Form präsentierten.

Interimstrainer Christian Hock hatte seine Startformation im Vergleich zu seinem Debüt in Mainz (1:1) auf zwei Positionen verändert: auf der rechten Außenbahn startete Mainz-Torschütze Kevin Schindler anstelle von David Blacha, im Zweier-Sturm übernahm Soufian Benyamina den Part von Luca Schnellbacher.

Das Duo Schindler/Benyamina brachte im Zusammenspiel mit Tobias Jänicke viel Dampf ins SVWW-Offensivspiel, das mit einer gefährlichen Flügelzange punkten konnte. Jänicke volley und mit viel Risiko nach Schindler-Hereingabe drüber (8.), dann kam Jänickes Pass nach schnellem Konter nicht beim freistehenden Benyamina an (12.).

In der Defensive stachen Michael Wiemann und Thomas Geyer die beiden HFC-Stürmer Timo Furuholm und Osayamen Osawe mit einer grandiosen Zweikampf-Quote aus, so dass die Hallenser im ersten Durchgang nur einen Torschuss zu verzeichnen hatten.

Im Mittelfeld verbuchten Patrick Funk und Nils-Ole Book viele Balleroberungen, so dass der SVWW vor der Pause die klar spielbestimmende und aktivere Truppe war. Allein es fehlte an der Belohnung in der Form eines Treffers.

Funks 25-Meter-Freistoß flog haarscharf am Pfosten vorbei (22.), Jänicke donnerte die Kugel aus 14 Metern halblinker Position an die Unterkante der Latte (34.), und Schindler hatte nach seinem Flankenlauf bereits HFC-Keeper Niklas Lomb in bester Tennis-Manier überlobt, allerdings flog das Spielgerät auch über den dahinter freistehenden José Pierre Vunguidica (36.).

Und Halle? Sören Bertrams 25-Meter-Freistoß, den SVWW-Torwart Markus Kolke problemlos über die Latte boxte, war der einzige Torschuss der Gäste (41.), während auf der anderen Seite HFC-Verteidiger Marcel Franke nach starkem Vunguidica-Lauf den Pass mit der Fußspitze auf den einschussbereiten Benyamina in höchster Not vereitelte (45.). So ging es ohne Tore in die Pause.

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt konnten auch nach dem Wiederanpfiff den SVWW-Express nicht stoppen – und der ließ sich erst recht nicht mehr anhalten, da auch das Quäntchen Glück nach Wiesbaden zurückkehrte. Jänickes Pass landete, an einem Abwehrbein vorbeitrudelnd, bei Vunguidica. Und der in den letzten Wochen oft glücklos agierende Angreifer behielt frei vor Keeper Lomb die Nerven und schob zur hochverdienten 1:0-Führung ein (49.)! Der Bann war gebrochen!

Der SVWW blieb am Drücker und schaltete keinen Gang zurück. Immer wieder ging es, basierend auf einer fehlerlosen Defensive, nach vorne, wo der HFC die Offensive der Platzherren nie in den Griff bekam. Der starke Benyamina verpasste den zweiten Treffer (59./61.) zweimal knapp, dann war der Stürmer doch am zweiten Tor für die Rot-Schwarzen irgendwie entscheidend beteiligt.

Nach einem weiten Abschlag von Keeper Kolke bedrängte Benyamina am HFC-Strafraum Verteidiger Franke, der den auftupfenden Ball an seinem herausstürmenden Torwart vorbei ins Netz köpfte: 2:0 für den SVWW (66.)!

Halle sendete auch im zweiten Durchgang nur ein Lebenszeichen, doch Selim Aydemirs Schuss aus halblinker Position parierte Kolke glänzend (74.). Den Deckel drauf machte dann erneut Vunguidica, der nach starker Vorarbeit des kurz zuvor eingewechselten Luca Schnellbacher per Flachschuss den 3:0-Endstand markierte (78.).

SVWW: Kolke – Mrowca, Wiemann, Geyer, Mintzel – Schindler, Funk, Book, Jänicke – Benyamina, Vunguidica.