Spielbericht: SVWW - FC Rot-Weiß Erfurt

Oscarreifer Jahresabschluss für den SVWW! Am Geburtstag von Regie-Legende Steven Spielberg feierte der SV Wehen Wiesbaden mit dem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt einen echten Erfolgsstreifen. Die Mannschaft von Cheftrainer Sven Demandt verabschiedete sich mit Rückenwind in die Winterpause: der SVWW, seit sieben Spielen unbesiegt, beendete den ersten Teil der Saison 2015/2016 ohne Heimniederlage – in der BRITA-Arena sind die Rot-Schwarzen seit mehr als acht Monaten ungeschlagen!

Von Beginn an war der SVWW gewillt, die Rolle des dominanten Hausherren auszuüben. Gegen kompakt agierende und fleißige Erfurter brauchte die Demand-Elf aber einen etwas längeren Anlauf, um eine Lücke in der RWE-Defensive zu reißen. Nachdem Erfurts Kapitän Sebastian Tyrala mit zwei Schüssen aus 30 Metern (7.) und 16 Metern (18.) SVWW-Torwart Markus Kolke vor keine ernsthaften Probleme gestellt hatte, tasteten sich die Rot-Schwarzen immer näher an das RWE-Gehäuse ran.

Alf Mintzels 16-Meter-Volley-Knaller mit viel Risiko nach einer zu kurz abgewehrten Ecke flog noch deutlich drüber (23.), aber schon kurz danach klingelte es im Thüringer Tor: eine perfekte Flanke von Marc Lorenz köpfte Kevin Schindler aus kurzer Distanz gegen die Laufrichtung des Keepers zur 1:0-Führung ins Netz (25.).

Der SVWW blieb am Drücker und drängte auf den zweiten Treffer. Schindler hätte den Doppelpack schnüren können, als er nach einer Kopfballverlängerung bereits den RWE-Torhüter ausgespielt hatten, den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte (34.).

Auch wenn der SVWW dominierte, blieben die Erfurter bei ihren wenigen Kontern im Ansatz gefährlich. Gerade Tyrala war ein Unruheherd, doch insgesamt waren die Abschlussversuche der Thüringer harmlos. Ganz anders die Demandt-Elf: Oehrl jagte die Kugel per Drehschuss aus spitzem Winkel knapp drüber (43.), und Steven Ruprecht rutschte nur um Haaresbreite an einer erneut glänzenden Hereingabe von Marc Lorenz vorbei (45.).

So ging der SVWW mit einer verdienten Führung, die aber höher hätte ausfallen können, in die Pause. Nach dem Seitentausch setzten die Platzherren zunächst die Marschroute fort – Schindler hatte nach feinem Zuspiel von Oehrl das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend am RWE-Torwart (49.).

Danach ging dem SVWW für eine knappe Viertelstunde etwas die Puste aus. RWE kämpfte sich in die Partie und hatte nach einem starken Solo von Tyrala die Chance auf den Ausgleich. Der Mittelfeldspieler verzog jedoch deutlich aus zwölf Metern (58.). Auch der eingewechselte Uzan war im SVWW-Strafraum frei zum Schuss gekommen, semmelte aber völlig am Ball vorbei (64.).

Die Erfurter Abschlussschwäche nutzten die Rot-Schwarzen beinahe postwendend aus zur möglichen Vorentscheidung, aber der enorm fleißige Kevin Schindler schoss nach starker Lorenz-Flanke aus vier Metern im Fallen am Kasten vorbei (66.).

Dann fiel doch der zweite SVWW-Treffer – dank tatkräftiger Mithilfe von „Unglücksrabe“ Uzan. Erst sorgte der Stürmer mit einem ungestümen Einsteigen gegen Mintzel für einen Freistoß – diesen von Lorenz wieder hervorragend getretenen Standard bugsierte der Erfurter ins eigene Netz: 2:0 (74.)!

RWE begehrte aber nochmal auf: Kolke verhinderte mit einer Parade den Anschlusstreffer nach Odaks Schuss aus spitzem Winkel und kurzer Distanz (82.). Im Gegenzug sorgte der SVWW für die endgültige Entscheidung. Ein feiner Konter, wieder eingeleitet von Lorenz, ein Doppelpass zwischen Schindler und Schnellbacher – und „Joker“ Luca stach zu! 3:0 (84.)! Döp döp döp dödö döp döp döp!

SVWW: Kolke – Funk (73. Blacha), Geyer, Ruprecht, Mintzel – Book, Pezzoni – Mrowca, Lorenz (85. Lindner) – Schindler, Oehrl (68. Schnellbacher).